Sauerteigbrötchen

Frische Sauerteigbrötchen mit einer knusprigen Kruste und einer lockeren Krume müssen nicht kompliziert sein. Viele denken, dass Brötchen mit Sauerteig nur mit viel Erfahrung gelingen. Das stimmt nicht. Mit einem aktiven Sauerteigstarter, einem klaren Zeitplan und etwas Geduld kannst du auch als Einsteiger sehr gute Ergebnisse backen.

Frisch gebackene Sauerteigbrötchen mit knuspriger Kruste und lockerer Krume in einem Brotkorb.

Ich backe diese Sauerteigbrötchen über Nacht seit langer Zeit am Wochenende. Der größte Vorteil ist der feste Ablauf. Am Abend wird der Teig vorbereitet. Während der Nacht ruht er im Kühlschrank. Am nächsten Morgen musst du ihn nur noch formen, einschneiden und backen. So passen frische Brötchen auch in einen vollen Alltag.

Dieses Sauerteigbrötchen Rezept kommt ganz ohne Hefe aus. Der Sauerteig übernimmt die Lockerung des Teigs und gibt den Brötchen ihr kräftiges Aroma. Durch die lange Fermentation wird außerdem ein Teil der Phytinsäure abgebaut. Viele Menschen finden Sauerteiggebäck deshalb leichter verdaulich als Brötchen mit einer kurzen Gehzeit.

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Inhaltsverzeichnis

Der perfekte Zeitplan für Sauerteigbrötchen über Nacht

Mit einem festen Ablauf wird das Backen deutlich einfacher. Die meiste Zeit arbeitet der Teig ganz von allein. Du musst ihn nur zu den richtigen Zeitpunkten begleiten. So kannst du frische Sauerteigbrötchen am Sonntagmorgen ohne Stress genießen.

Samstag, 07:00 Uhr. Sauerteigstarter füttern

Füttere deinen Sauerteigstarter im Verhältnis 1:4:4. Verwende zum Beispiel 20 g Anstellgut, 80 g Wasser und 80 g Weizenmehl. Stelle den Starter an einen warmen Ort. Nach einigen Stunden sollte sich sein Volumen deutlich vergrößern. Erst dann hat er genug Triebkraft für den Teig.

Samstag, 18:00 Uhr. Hauptteig mischen

Vermische Mehl, Wasser und den aktiven Sauerteigstarter. Lasse den Teig kurz ruhen. Gib anschließend das Salz dazu und knete den Teig, bis er glatt und elastisch ist. Eine gut entwickelte Teigstruktur hilft später für eine lockere Krume.

Samstag, 19:00 Uhr. Teigruhe und kalte Gare

Lasse den Teig bei Raumtemperatur ruhen. Führe während dieser Zeit mehrere Runden Dehnen und Falten durch. Dadurch gewinnt der Teig an Stabilität. Danach deckst du die Schüssel gut ab und stellst sie über Nacht in den Kühlschrank. Die lange kalte Gare verbessert Geschmack, Kruste und Krume.

Sonntag, 07:00 Uhr. Formen und backen

Nimm den Teig aus dem Kühlschrank und teile ihn in gleich große Stücke. Forme daraus runde Teiglinge und lasse sie kurz entspannen. Schneide die Oberfläche mit einer scharfen Klinge ein und backe die Brötchen im gut vorgeheizten Ofen mit Dampf. Nach etwa 20 bis 25 Minuten sind die Sauerteigbrötchen goldbraun, knusprig und bereit zum Genießen.

Zeitplan auf einen Blick

UhrzeitAufgabe
Samstag 07:00 UhrSauerteigstarter im Verhältnis 1:4:4 füttern
Samstag 18:00 UhrHauptteig mischen und kneten
Samstag 19:00 UhrDehnen und Falten, danach kalte Gare im Kühlschrank
Sonntag 07:00 UhrTeig formen, einschneiden und backen

Die Backwissenschaft einfach erklärt. Kruste, Krume und Oberflächenspannung

Gute Sauerteigbrötchen entstehen nicht durch Zufall. Hinter einer knusprigen Kruste und einer lockeren Krume stehen einige einfache Grundlagen. Wenn du diese Schritte kennst, gelingen deine Brötchen gleichmäßiger und bekommen mehr Volumen.

Was bringt die Autolyse?

Die Autolyse ist ein kurzer Ruhemoment nach dem Vermischen von Mehl und Wasser. In dieser Zeit nimmt das Mehl die Flüssigkeit vollständig auf. Das Gluten beginnt sich zu bilden und der Teig wird geschmeidiger.

Nach etwa 20 bis 30 Minuten gibst du den aktiven Sauerteigstarter und das Salz dazu. Dadurch lässt sich der Teig leichter kneten und entwickelt später eine stabile Struktur. Viele Hobbybäcker stellen fest, dass sich der Teig nach der Autolyse deutlich angenehmer verarbeiten lässt.

Die Fensterprobe

Mit der Fensterprobe kannst du prüfen, ob dein Teig ausreichend geknetet wurde. Nimm ein kleines Stück Teig und ziehe es vorsichtig auseinander.

Lässt sich der Teig zu einer dünnen, fast durchsichtigen Schicht ausziehen, ohne sofort zu reißen, ist das Glutengerüst gut entwickelt. Reißt der Teig schnell, solltest du noch einige Minuten weiterkneten und die Probe erneut durchführen.

Diese einfache Kontrolle hilft dir dabei, eine lockere Krume und ein gutes Ofenvolumen zu erreichen.

Rundwirken für eine schöne Form

Das Rundwirken gehört zu den wichtigsten Schritten beim Sauerteigbrötchen backen. Dabei spannst du die Oberfläche jedes Teiglings leicht an. Diese Spannung hält die Form während der Stückgare und unterstützt den Ofentrieb.

Lege den Teigling auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche. Schiebe ihn mit beiden Händen in kleinen kreisenden Bewegungen über die Fläche. Die Unterseite bleibt dabei geschlossen, während sich die Oberfläche strafft.

Achte darauf, nicht zu viel Mehl zu verwenden. Zu viel Mehl erschwert das Formen und verhindert eine gleichmäßige Spannung. Gut geformte Teiglinge gehen im Ofen höher auf und bekommen eine gleichmäßige, knusprige Kruste sowie eine luftige Krume.

Rezept. Einfache Sauerteigbrötchen über Nacht

Mit diesem Sauerteigbrötchen Rezept backst du knusprige Brötchen mit einer lockeren Krume und einer kräftigen Kruste. Die Zutaten sind einfach zu finden und die Arbeitsschritte lassen sich auch als Einsteiger gut umsetzen.

Zutatenliste

Zutaten für Sauerteigbrötchen mit Weizenmehl, Sauerteigstarter, Wasser, Salz sowie Mohn, Sesam und Sonnenblumenkernen auf einem rustikalen Holztisch.

Für 8 bis 10 Sauerteigbrötchen brauchst du:

  • 500 g Weizenmehl Type 550
  • 340 g lauwarmes Wasser
  • 100 g aktiver Sauerteigstarter aus Weizen oder Roggen
  • 10 g Salz
  • Nach Wunsch Mohn, Sesam oder Sonnenblumenkerne

Variante mit Dinkel

Du kannst das Weizenmehl vollständig durch Dinkelmehl Type 630 ersetzen. Dinkel nimmt Wasser etwas anders auf. Falls sich der Teig sehr fest anfühlt, gib nach und nach 10 bis 20 g zusätzliches Wasser dazu.

Da Dinkelmehl empfindlicher beim Kneten ist und das Glutengerüst schneller überknetet werden kann, knete den Teig bei der Variante mit Dinkel ca. 2 Minuten kürzer und schonender als Weizenteig. 

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Schritt für Schritt Anleitung

Schritt 1. Hauptteig mischen

Gib Mehl und Wasser in eine große Schüssel und vermische beides gründlich. Lasse die Mischung etwa 30 Minuten ruhen. Danach kommen der aktive Sauerteigstarter und das Salz dazu. Vermenge alles, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht.

Schritt 2. Kneten bis zur Fensterprobe

Knete den Teig von Hand oder mit der Küchenmaschine. Nach einigen Minuten wird die Oberfläche glatter und elastischer. Prüfe den Teig mit der Fensterprobe. Lässt er sich dünn auseinanderziehen, ist er bereit für die nächste Ruhezeit.

Schritt 3. Bulk Fermentation

Lasse den Teig bei Raumtemperatur ruhen. Führe während dieser Zeit drei bis vier Runden Dehnen und Falten durch. Zwischen den einzelnen Runden reichen etwa 30 Minuten Pause. Der Teig gewinnt dabei Stabilität und entwickelt mehr Volumen.

Schritt 4. Stückgare im Kühlschrank

Decke die Schüssel gut ab und stelle den Teig über Nacht in den Kühlschrank. Die lange Gare gibt den Brötchen ein kräftiges Aroma und eine lockere Krume. Gleichzeitig wird der Teig am nächsten Morgen leichter formbar.

Schritt 5. Formen und backen

Teile den Teig in gleich große Stücke und forme daraus runde Teiglinge. Lege sie auf ein Backpapier oder ein gut bemehltes Leinentuch. Schneide die Oberfläche mit einer scharfen Klinge ein.

Heize den Backofen rechtzeitig auf 230 Grad Ober und Unterhitze vor. Backe die Brötchen mit Dampf etwa 20 bis 25 Minuten, bis sie eine goldbraune Farbe und eine knusprige Kruste haben.

So sollte sich der Teig anfühlen

Ein gut gelungener Teig ist weich, leicht elastisch und etwas klebrig. Er fließt nicht auseinander und bleibt als lockere Kugel liegen.

Ist der Teig sehr fest, gib esslöffelweise etwas Wasser dazu.

Ist der Teig sehr weich und flüssig, arbeite etwas Mehl ein oder führe eine zusätzliche Runde Dehnen und Falten durch. Danach bekommt der Teig meist mehr Stabilität.

Mit diesem Ablauf gelingen Sauerteigbrötchen über Nacht, die außen knusprig und innen locker sind. Auch ohne Hefe bekommst du ein Ergebnis, das an frische Brötchen aus einer guten Bäckerei erinnert.

Richtig backen. Der Profi Tipp für knusprige Sauerteigbrötchen mit Dampf

Frisch gebackene Sauerteigbrötchen mit knuspriger Kruste und lockerer

Viele Hobbybäcker fragen sich, warum ihre Sauerteigbrötchen zu Hause nicht so knusprig werden wie beim Bäcker. Die Antwort liegt oft im Dampf. Während der ersten Minuten im Ofen braucht der Teig eine feuchte Umgebung. Dadurch bleibt die Oberfläche weich und die Brötchen können ihr volles Volumen entwickeln. Erst danach bildet sich eine goldbraune und knusprige Kruste.

Nach etwa 10 Minuten sollte der Dampf aus dem Ofen entweichen. Öffne die Ofentür für einige Sekunden. Jetzt kann die Kruste trocknen und ihre typische Knusprigkeit entwickeln.

Die besten Methoden für Dampf im Backofen

1. Backstein oder Stoneware

Ein gut vorgeheizter Backstein speichert viel Wärme und gibt sie gleichmäßig an den Teig ab. Stelle zusätzlich eine hitzebeständige Form mit heißem Wasser auf den Ofenboden oder auf die unterste Schiene. So entsteht während der ersten Backphase ausreichend Dampf.

2. Zwei Bleche als Backhaube

Lege die geformten Teiglinge auf ein heißes Backblech. Setze direkt danach ein zweites, vorgeheiztes Backblech umgedreht darüber. Unter dieser Haube sammelt sich die Feuchtigkeit aus dem Teig. Nach etwa 10 Minuten nimmst du das obere Blech vorsichtig ab. Die Brötchen können nun eine kräftige Kruste entwickeln.

3. Dutch Oven

Ein großer Dutch Oven eignet sich ebenfalls für Sauerteigbrötchen. Der schwere Topf hält Wärme und Feuchtigkeit sehr gut. Backe die Brötchen zuerst mit geschlossenem Deckel. Entferne den Deckel nach etwa 10 Minuten, damit die Oberfläche knusprig wird.

Wichtiger Sicherheitshinweis

Gieße niemals Wasser direkt auf den heißen Ofenboden. Dabei können Bauteile des Backofens beschädigt werden. Verwende stattdessen eine hitzebeständige Form oder eine andere sichere Methode zur Dampferzeugung.

Die richtige Backtemperatur

Heize den Backofen mindestens 30 bis 45 Minuten auf 230 Grad Ober und Unterhitze vor. Ein vollständig aufgeheizter Ofen sorgt für einen kräftigen Ofentrieb und eine gleichmäßige Kruste.

So erkennst du perfekt gebackene Sauerteigbrötchen

Achte auf diese Merkmale:

  • Goldbraune bis dunkel goldene Kruste
  • Knusprige Oberfläche mit feinen Rissen
  • Lockeres Volumen
  • Hohler Klang beim Klopfen auf die Unterseite
  • Kerntemperatur von etwa 96 bis 98 Grad

Mit ausreichend Hitze und der richtigen Menge Dampf gelingen Sauerteigbrötchen über Nacht mit einer knusprigen Kruste und einer luftigen Krume, ganz ohne Hefe.

Fehleranalyse. Warum werden meine Sauerteigbrötchen nicht wie gewünscht?

Auch mit einem guten Rezept können beim Backen Fragen entstehen. Die meisten Probleme haben eine einfache Ursache. Mit den folgenden Tipps findest du schnell die passende Lösung und kannst beim nächsten Backen bessere Ergebnisse erzielen.

Warum werden meine Sauerteigbrötchen flach?

Flache Brötchen entstehen oft durch einen zu schwachen Sauerteigstarter. Der Starter sollte sich nach dem Füttern deutlich vergrößern und viele kleine Blasen bilden. Nur dann besitzt er genug Triebkraft.

Eine weitere Ursache ist eine zu lange Gare bei warmer Temperatur. Der Teig verliert dabei seine Spannung und geht im Ofen kaum noch auf.

Das hilft

  • Verwende einen aktiven Sauerteigstarter.
  • Forme die Teiglinge sorgfältig und baue eine gute Oberflächenspannung auf.
  • Halte die Zeiten für die Gare möglichst genau ein.
  • Heize den Backofen vollständig vor.

Warum werden die Brötchen hart oder kompakt?

Eine feste Krume kann verschiedene Gründe haben. Oft wurde der Teig nicht lange genug geknetet oder er hatte zu wenig Zeit zum Reifen. Auch fehlender Dampf während der ersten Backminuten wirkt sich auf das Ergebnis aus.

Das hilft

  • Knete den Teig bis zur Fensterprobe.
  • Plane genügend Zeit für die Teigruhe ein.
  • Backe mit Dampf während der ersten 10 Minuten.
  • Prüfe, ob dein Mehl genügend Wasser aufgenommen hat.

Warum sind die Sauerteigbrötchen innen feucht oder klebrig?

Viele schneiden die Brötchen direkt nach dem Backen an. Das Innere braucht jedoch Zeit, um sich vollständig zu setzen. Wird das Brot zu früh geöffnet, wirkt die Krume oft feucht.

Auch eine zu kurze Backzeit kann die Ursache sein.

Das hilft

  • Lasse die Brötchen auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen.
  • Backe sie bei Bedarf einige Minuten länger.
  • Prüfe die Kerntemperatur. Sie sollte etwa 96 bis 98 Grad betragen.

Warum werden meine Sauerteigbrötchen zu blass?

Wenn deine Sauerteigbrötchen nach dem Backen nur eine helle Farbe haben, liegt das meist an zu wenig Dampf während der ersten Backminuten oder an einer zu langen Gare. Bei einer sehr langen Gare verbraucht der Teig einen großen Teil der verfügbaren Zucker. Dadurch fällt die Bräunung im Ofen schwächer aus.

Das hilft

  • Backe die Brötchen in den ersten 10 Minuten mit ausreichend Dampf.
  • Lasse den Dampf danach aus dem Ofen entweichen, damit die Kruste knusprig und goldbraun wird.
  • Achte darauf, den Teig nicht länger als nötig gehen zu lassen.
  • Heize den Backofen vollständig auf 230 Grad Ober und Unterhitze vor.

Gut gebackene Sauerteigbrötchen haben eine gleichmäßige goldbraune Kruste und einen kräftigen Ofentrieb. Mit ausreichend Dampf und der richtigen Gare gelingt dieses Ergebnis deutlich zuverlässiger.

Weitere häufige Probleme

Die Kruste wird nicht knusprig

Meist fehlt ausreichend Hitze oder Dampf. Heize den Backofen mindestens 30 bis 45 Minuten vor und öffne die Ofentür nach den ersten 10 Minuten kurz, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Die Brötchen reißen unkontrolliert auf

Oft wurden die Teiglinge nicht eingeschnitten oder die Schnitte waren zu flach. Nutze eine scharfe Klinge und schneide die Oberfläche kurz vor dem Backen ein.

Der Teig klebt stark an den Händen

Ein weicher Teig ist bei Sauerteigbrötchen ganz normal. Befeuchte deine Hände leicht mit Wasser oder arbeite mit einem Teigschaber. Gib nicht sofort zusätzliches Mehl dazu. Zu viel Mehl macht die Brötchen später trocken.

Der Sauerteigstarter geht nur langsam auf

Ein junger Starter braucht manchmal etwas mehr Zeit. Füttere ihn mehrere Tage regelmäßig und stelle ihn an einen warmen Ort. Für die ersten Backversuche kannst du zusätzlich 1 bis 2 Gramm Frischhefe verwenden. Das gibt dem Teig mehr Sicherheit, bis dein Starter kräftig genug arbeitet.

Variationen, Lagerung und Haltbarkeit

Mit diesem Grundrezept kannst du deine Sauerteigbrötchen ganz nach deinem Geschmack anpassen. Schon kleine Änderungen sorgen für neue Aromen und mehr Abwechslung. Gleichzeitig lohnt es sich zu wissen, wie du die Brötchen richtig lagerst und einfrierst. So bleiben sie möglichst lange frisch.

Körnerbrötchen und Käsebrötchen

Wenn du Körnerbrötchen backen möchtest, bestreiche die geformten Teiglinge leicht mit Wasser. Rolle sie danach in Mohn, Sesam, Leinsamen oder Sonnenblumenkernen. Die Saaten haften gut an der Oberfläche und werden beim Backen angenehm rösch.

Für Käsebrötchen streust du kurz vor dem Backen geriebenen Käse auf die Teiglinge. Besonders gut passen Emmentaler, Gouda oder Bergkäse. Der Käse schmilzt im Ofen und bildet eine aromatische Kruste.

Du kannst auch verschiedene Saaten miteinander mischen. So bekommen die Brötchen mehr Geschmack und eine interessante Textur.

Sauerteigbrötchen Rezept mit Dinkel

Viele Leser suchen nach einem Sauerteigbrötchen Rezept Dinkel. Das Grundrezept lässt sich problemlos mit Dinkelmehl Type 630 backen.

Dinkel nimmt Wasser etwas anders auf als Weizen. Beginne mit der angegebenen Wassermenge und gib bei Bedarf kleine Mengen zusätzliches Wasser dazu. Der Teig sollte weich und elastisch sein, aber nicht auseinanderlaufen.

Sauerteigbrötchen richtig lagern

Frisch gebackene Brötchen schmecken am besten am Backtag. Für den nächsten Tag legst du sie nach dem vollständigen Auskühlen in einen Brotkasten oder in einen Stoffbeutel. So bleibt die Kruste länger angenehm und die Krume trocknet nicht so schnell aus.

Vermeide luftdichte Kunststoffbehälter bei Raumtemperatur. Darin wird die Kruste schnell weich.

Sauerteigbrötchen einfrieren

Viele möchten wissen, wie sich Sauerteigbrötchen einfrieren lassen. Das funktioniert sehr gut.

Lasse die Brötchen nach dem Backen leicht abkühlen. Gib sie noch lauwarm in einen Gefrierbeutel und verschließe ihn gut. Ein Teil der Feuchtigkeit bleibt dadurch im Gebäck erhalten.

Im Gefrierschrank halten sich die Brötchen etwa drei Monate.

Sauerteigbrötchen aufbacken

Nimm die gefrorenen Brötchen direkt aus dem Gefrierschrank und lege sie auf ein Backblech.

Backe sie bei 180 Grad Ober und Unterhitze etwa 10 bis 15 Minuten auf. Danach sind sie außen wieder knusprig und innen angenehm weich.

Für einzelne Brötchen reicht oft eine etwas kürzere Zeit. Achte darauf, dass sie vollständig erwärmt sind.

Haltbarkeit auf einen Blick

AufbewahrungHaltbarkeit
Brotkasten oder StoffbeutelEtwa 2 Tage
KühlschrankNicht empfohlen, da die Kruste schneller weich wird
GefrierschrankBis zu 3 Monate
Nach dem AufbackenAm besten sofort genießen

Mit diesen Tipps bleiben deine Sauerteigbrötchen über Nacht auch nach dem Backen lange lecker und lassen sich jederzeit frisch genießen.

Wenn du den kräftigen Geschmack von Roggen bevorzugst, wirf auch einen Blick auf unser klassisches Roggenbrot. Es passt perfekt zu herzhaften Aufstrichen und Suppen.

Häufig gestellte Fragen zu Sauerteigbrötchen

Kann ich Roggensauerteig statt Weizensauerteig verwenden?

Ja. Ein aktiver Roggensauerteig eignet sich ebenfalls für dieses Rezept. Der Geschmack wird etwas kräftiger und leicht würziger. Die Konsistenz des Teigs kann sich etwas verändern. Falls der Teig sehr fest wirkt, gib nach und nach etwas zusätzliches Wasser dazu.

Kann ich das Mehl austauschen?

Ja. Weizenmehl Type 550 lässt sich gut durch Dinkelmehl Type 630 ersetzen. Auch ein kleiner Anteil Vollkornmehl ist möglich. Beachte, dass verschiedene Mehlsorten unterschiedlich viel Wasser aufnehmen.
Wenn du Vollkornmehl verwendest, braucht der Teig meist etwas mehr Wasser und oft auch eine etwas längere Ruhezeit.

Was mache ich, wenn mein Sauerteig noch jung oder träge ist?

Ein junger Sauerteigstarter entwickelt seine volle Triebkraft oft erst nach mehreren Fütterungen. Wenn sich der Starter nach dem Füttern nicht deutlich vergrößert, solltest du ihn noch einige Tage weiter pflegen.
Für die ersten Backversuche kannst du zusätzlich 1 bis 2 Gramm Frischhefe zum Teig geben. Diese kleine Menge gibt dem Teig mehr Sicherheit. Mit einem kräftigen Sauerteigstarter kannst du später vollständig auf Hefe verzichten.

Warum gehen meine Sauerteigbrötchen nicht richtig auf?

Die häufigsten Ursachen sind ein zu schwacher Starter, eine zu kurze Gare oder ein nicht ausreichend vorgeheizter Backofen.
Prüfe vor dem Backen, ob dein Starter viele Blasen zeigt und sein Volumen deutlich zugenommen hat. Auch die richtige Backtemperatur spielt eine wichtige Rolle.

Wie lange sind Sauerteigbrötchen haltbar?

Frisch schmecken sie am besten am Backtag. Im Brotkasten oder in einem Stoffbeutel bleiben sie etwa zwei Tage angenehm saftig.
Für eine längere Aufbewahrung kannst du die Brötchen einfrieren und später im Backofen wieder aufbacken.

Kann ich den Teig länger im Kühlschrank lassen?

Ja. Die kalte Gare kann je nach Triebkraft des Sauerteigs oft bis zu 24 Stunden dauern. Der Geschmack wird dadurch meist noch aromatischer. Achte jedoch darauf, dass der Teig nicht deutlich über sein Volumen hinaus aufgeht.

Kann ich den Teig auch mit der Hand kneten?

Ja. Eine Küchenmaschine ist nicht zwingend nötig. Knete den Teig so lange, bis er glatt und elastisch wirkt. Mit der Fensterprobe kannst du leicht prüfen, ob der Teig bereit für die nächste Ruhezeit ist.

Warum schmecken Sauerteigbrötchen anders als Brötchen mit Hefe?

Der Sauerteig entwickelt während der langen Gare natürliche Aromen. Dadurch bekommen die Brötchen einen kräftigeren Geschmack, eine lockere Krume und eine besonders knusprige Kruste. Viele Menschen empfinden sie außerdem als leichter verdaulich.

Wie viele Kalorien hat ein Sauerteigbrötchen?

Die genaue Menge hängt von Größe und Zutaten ab. Ein klassisches Sauerteigbrötchen aus Weizenmehl enthält im Durchschnitt etwa 180 bis 230 Kalorien. Saaten oder Käse erhöhen den Kaloriengehalt entsprechend.

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Frisch gebackene Sauerteigbrötchen mit knuspriger Kruste und lockerer Krume in einem Brotkorb.

Sauerteigbrötchen


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  • Author: Mary
  • Gesamtzeit: 13 hours 10 minutes
  • Portionen: 810 Brötchen 1x
  • Diät: Vegetarian

Description

Knusprige Sauerteigbrötchen über Nacht mit lockerer Krume und kräftiger Kruste. Dieses einfache Rezept kommt ganz ohne Hefe aus und gelingt auch Einsteigern mit einem aktiven Sauerteigstarter.


Zutaten

Scale
  • 500 g Weizenmehl Type 550
  • 340 g lauwarmes Wasser
  • 100 g aktiver Sauerteigstarter (Weizen oder Roggen)
  • 10 g Salz
  • Mohn, Sesam oder Sonnenblumenkerne nach Wunsch

Zubereitung

  1. Mehl und Wasser vermischen und 30 Minuten ruhen lassen (Autolyse).
  2. Aktiven Sauerteigstarter und Salz hinzufügen und zu einem gleichmäßigen Teig vermengen.
  3. Den Teig kneten, bis die Fensterprobe bestanden ist.
  4. Den Teig bei Raumtemperatur ruhen lassen und dabei 3–4 Runden Dehnen und Falten im Abstand von etwa 30 Minuten durchführen.
  5. Die Schüssel abdecken und den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.
  6. Den Teig in 8 bis 10 Stücke teilen und rund formen.
  7. Die Oberfläche einschneiden.
  8. Den Backofen auf 230°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  9. Die Brötchen mit Dampf 20–25 Minuten goldbraun backen.
  10. Vor dem Servieren vollständig auskühlen lassen.

Notizen

Für beste Ergebnisse einen aktiven Sauerteigstarter verwenden. Während der ersten 10 Minuten mit Dampf backen und anschließend den Dampf entweichen lassen, damit die Kruste besonders knusprig wird.

  • Vorbereitungszeit: 45 minutes
  • Kochzeit: 25 minutes
  • Kategorie: Breakfast
  • Method: Baked
  • Küche: German

Nährwerte

  • Portionsgröße: 1 Brötchen
  • Kalorien: 205
  • Zucker: 1g
  • Natrium: 390mg
  • Fett: 1g
  • Saturated Fat: 0g
  • Unsaturated Fat: 1g
  • Transfette: 0g
  • Kohlenhydrate: 41g
  • Ballaststoffe: 2g
  • Eiweiß: 7g
  • Cholesterin: 0mg

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