ultimative Kartoffelbrot

Es gibt kaum etwas Besseres als ein frisch gebackenes ultimative Kartoffelbrot mit einer goldbraunen Kruste und einer weichen, saftigen Krume. Ich habe dieses Rezept über viele Backdurchgänge hinweg verfeinert und dabei festgestellt, dass bereits gekochte Kartoffeln den entscheidenden Unterschied machen. Sie speichern Feuchtigkeit im Teig und sorgen dafür, dass das Brot auch nach mehreren Tagen noch angenehm frisch bleibt.

ultimative-Kartoffelbrot

Das Geheimnis liegt in der Stärkeverkleisterung. Während des Kochens nehmen die Kartoffeln Wasser auf. Diese gebundene Feuchtigkeit gelangt später in den Brotteig und wird dort langsam wieder abgegeben. Das Ergebnis ist eine lockere Krume, eine kräftige Kruste und ein Brot, das bis zu fünf Tage frisch bleiben kann, wenn es richtig gelagert wird.

Inhaltsverzeichnis

Was macht das beste Kartoffelbrot aus?

Top-down view of flour, boiled potatoes, fresh yeast, water, and salt arranged on a rustic wooden table for homemade German potato bread.

Ein richtig gutes Kartoffelbrot überzeugt nicht nur mit einer knusprigen Kruste. Entscheidend ist die Krume. Sie soll locker, saftig und feinporig sein. Gleichzeitig braucht der Teig genug Stabilität, damit der Laib schön aufgeht und seine Form behält. Genau hier zeigen gekochte Kartoffeln ihre Stärke. Sie bringen Feuchtigkeit in den Teig und machen das Brot besonders lange haltbar.

Der optimale Kartoffel Anteil

Für ein ausgewogenes Ergebnis liegt der ideale Kartoffelanteil bei 30 bis 50 Prozent der Mehlmenge. Bei 500 Gramm Mehl entsprechen das etwa 150 bis 250 Gramm gekochte und gepresste Kartoffeln.

Ein geringerer Anteil sorgt für eine leichte Verbesserung der Saftigkeit. Ein höherer Anteil macht die Krume noch weicher, verlangt aber mehr Aufmerksamkeit beim Kneten und Formen.

Als Orientierung hilft die folgende Übersicht.

KartoffelanteilErgebnis
30 ProzentLockeres Brot mit guter Stabilität
40 ProzentBesonders saftige Krume und feine Porung
50 ProzentSehr weiche Krume mit langer Frischhaltung, der Teig fühlt sich deutlich feuchter an

Mehligkochende Kartoffeln sind meist die beste Wahl. Sie lassen sich leicht durch eine Kartoffelpresse drücken und verbinden sich gleichmäßig mit dem Teig. Festkochende Kartoffeln eignen sich ebenfalls gut, besonders wenn gekochte Kartoffeln vom Vortag verwendet werden.

Resistente Stärke und Saftigkeit

Nach dem Kochen verändert sich die Stärke in den Kartoffeln. Beim Abkühlen entsteht ein Teil der sogenannten resistenten Stärke. Gleichzeitig bindet die verkleisterte Stärke Wasser im Teig. Dadurch bleibt das Brot länger weich und trocknet deutlich langsamer aus.

Diese natürliche Feuchtigkeitsbindung bringt mehrere Vorteile.

  • Die Krume bleibt bis zu fünf Tage angenehm saftig.
  • Das Brot erhält eine weiche, fast wollige Textur.
  • Die Kruste bleibt außen knusprig und innen bleibt die Krume locker.
  • Das Brot schmeckt auch an den folgenden Tagen noch sehr frisch.

Viele Hobbybäcker verwenden deshalb gekochte Kartoffeln vom Vortag. Das spart Lebensmittel und verbessert gleichzeitig die Eigenschaften des fertigen Brotes. Mit der passenden Wassermenge, einer guten Teigentwicklung und ausreichend Zeit für die Gare entsteht ein Kartoffelbrot mit kräftigem Ofentrieb, feiner Krume und vollem Geschmack.

Die wichtigsten Zutaten: Kartoffeln, Mehl und Triebmittel

baked German potato bread with a crispy golden crust and rustic artisan scoring on a wooden surface.

Die Qualität eines Kartoffelbrots beginnt bei der Auswahl der Zutaten. Schon kleine Unterschiede bei Kartoffeln, Mehl oder Triebmittel wirken sich auf Geschmack, Krume und Kruste aus. Wer die passenden Zutaten verwendet, erhält ein Brot mit lockerer Struktur, kräftigem Aroma und langer Frischhaltung.

Welche Kartoffeln eignen sich am besten?

Nicht jede Kartoffelsorte liefert das gleiche Ergebnis. Der Stärkegehalt entscheidet darüber, wie gut sich die Kartoffeln mit dem Teig verbinden und wie saftig das fertige Brot wird.

Mehligkochende Kartoffeln

Mehligkochende Kartoffeln sind für Kartoffelbrot meist die erste Wahl. Sie enthalten viel Stärke und lassen sich nach dem Kochen leicht durch eine Kartoffelpresse drücken. Dadurch entsteht ein feines Kartoffelpüree ohne Stückchen, das sich gleichmäßig im Teig verteilt.

Vorteile:

  • Besonders lockere und weiche Krume
  • Hohe Wasserbindung für mehr Saftigkeit
  • Einfach zu verarbeiten
  • Sehr gutes Volumen beim Backen

Festkochende Kartoffeln oder Kartoffeln vom Vortag

Festkochende Kartoffeln eignen sich ebenfalls gut, besonders wenn gekochte Reste verwendet werden. Sie enthalten etwas weniger Stärke und bringen eine leicht kräftigere Textur ins Brot.

Vorteile:

  • Ideal zur Resteverwertung
  • Etwas kernigere Krume
  • Angenehmer Kartoffelgeschmack
  • Gute Wahl für rustikale Brote
KartoffelsorteEigenschaftenEmpfehlung
MehligkochendViel Stärke, weich, leicht zu pressenBeste Wahl für eine lockere Krume
FestkochendWeniger Stärke, festerGut für rustikale Brote und Reste vom Vortag

Tipp: Lassen Sie gekochte Kartoffeln vollständig auskühlen, bevor sie in den Teig kommen. Dadurch verteilt sich die Feuchtigkeit gleichmäßiger und der Teig lässt sich besser verarbeiten.

Welche Mehlsorte sorgt für die perfekte Kruste?

Auch die Mehlsorte beeinflusst das Ergebnis deutlich. Sie bestimmt, wie viel Wasser der Teig aufnehmen kann, wie kräftig das Aroma wird und wie groß das Brot im Ofen aufgeht.

Weizenmehl Type 550 oder Tipo 0

Diese Mehlsorten eignen sich hervorragend für ein klassisches Kartoffelbrot mit luftiger Krume und knuspriger Kruste.

Eigenschaften:

  • Gute Glutenentwicklung
  • Großes Brotvolumen
  • Feine und lockere Porung
  • Milder Geschmack

Weizenmehl Type 1050 oder Dinkelmehl Type 630

Wer ein kräftigeres Aroma bevorzugt, greift zu diesen Mehlsorten. Sie nehmen mehr Wasser auf und sorgen für eine etwas rustikalere Krume.

Eigenschaften:

MehlsorteKrumeKrusteWasseraufnahme
Weizenmehl Type 550Locker und luftigFein und knusprigMittel
Tipo 0Sehr lockerKnusprigMittel
Weizenmehl Type 1050Etwas dichterKräftigHoch
Dinkelmehl Type 630Locker mit feiner StrukturAromatischHoch

Hefe oder Sauerteig als Triebmittel?

Beide Varianten führen zu einem hervorragenden Kartoffelbrot. Die Wahl hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit zur Verfügung steht und welches Aroma gewünscht ist.

Hefe eignet sich gut für Einsteiger. Der Teig entwickelt sich zuverlässig und liefert ein gleichmäßiges Backergebnis.

Sauerteig bringt ein intensiveres Aroma, eine etwas kräftigere Kruste und eine längere Frischhaltung. Durch die längere Teigführung entwickelt das Brot einen volleren Geschmack.

Unabhängig vom Triebmittel lohnt es sich, das Wasser nicht vollständig auf einmal in den Teig zu geben. Ein kleiner Teil kann zunächst zurückgehalten werden. Diese Arbeitsweise, auch als Bassinage bekannt, hilft dabei, die Konsistenz an die Feuchtigkeit der Kartoffeln anzupassen. Besonders bei Kartoffeln mit höherem Wassergehalt gelingt der Teig dadurch deutlich besser.

Das Master Rezept: Hefe oder Sauerteig?

Close-up of a sliced German potato bread showing a soft, airy crumb with tender potato pieces and a thin golden crust.

Viele Rezepte bieten entweder eine Hefe Variante oder eine Sauerteig Variante. Dieses Master Rezept vereint beide Möglichkeiten in einer einzigen Zutatenübersicht. So können Sie die passende Methode auswählen, ohne verschiedene Rezepte vergleichen zu müssen.

Die Hefe Variante eignet sich besonders für alle, die ein zuverlässiges Ergebnis mit wenig Aufwand möchten. Die Sauerteig Variante entwickelt ein kräftigeres Aroma und sorgt für eine besonders saftige Krume.

Zutatenübersicht für beide Varianten

ZutatHefe VarianteSauerteig Variante
Weizenmehl Type 550 oder Type 1050500 g450 g
Gekochte Kartoffeln, gepresst200 bis 250 g200 bis 250 g
Lauwarmes Wasser280 bis 300 g250 bis 270 g
Triebmittel3 g Frischhefe für den Vorteig100 g aktives Sauerteig Anstellgut
Salz12 g12 g

Wann ist die Hefe Variante die bessere Wahl?

Die Hefe Variante liefert ein lockeres Brot mit feiner Krume und eignet sich sehr gut für Einsteiger. Durch den kleinen Hefeanteil entwickelt der Teig während der langen Ruhezeit ein angenehmes Aroma und lässt sich leicht verarbeiten.

Vorteile:

  • Einfach und sicher nachzubacken
  • Gleichmäßiger Ofentrieb
  • Milder Geschmack
  • Ideal für das erste Kartoffelbrot

Wann lohnt sich die Sauerteig Variante?

Ein aktives Sauerteig Anstellgut sorgt für ein intensiveres Aroma und eine kräftigere Kruste. Die längere Teigführung verbessert außerdem die Frischhaltung und bringt mehr Geschmack in jede Scheibe.

Vorteile:

  • Kräftiges Brotaroma
  • Saftige und lockere Krume
  • Lange Frischhaltung
  • Besonders gut für rustikale Brote

So passen Sie die Wassermenge richtig an

Kartoffeln enthalten je nach Sorte und Kochzeit unterschiedlich viel Feuchtigkeit. Deshalb sollten Sie nicht das gesamte Wasser sofort zum Teig geben.

Behalten Sie zunächst etwa 30 bis 50 Gramm Wasser zurück. Kneten Sie den Teig einige Minuten und prüfen Sie anschließend die Konsistenz. Fühlt sich der Teig noch fest an, geben Sie das restliche Wasser portionsweise hinzu.

Diese Vorgehensweise wird Bassinage genannt. Sie hilft dabei, den Wassergehalt genau an die verwendeten Kartoffeln anzupassen. Der Teig bleibt formstabil, entwickelt ein gutes Klebergerüst und lässt sich später leichter dehnen, falten und formen.

Welche Variante passt besser zu Ihnen?

ZielEmpfehlung
Schnelles und sicheres BackenHefe Variante
Kräftiger GeschmackSauerteig Variante
Lockeres AlltagsbrotHefe Variante
Rustikales Brot mit langer FrischhaltungSauerteig Variante
Erste Erfahrungen mit KartoffelbrotHefe Variante
Viel Aroma durch lange TeigführungSauerteig Variante

Beide Varianten führen zu einem saftigen Kartoffelbrot mit knuspriger Kruste. Entscheidend sind hochwertige Zutaten, eine sorgfältige Teigentwicklung und ausreichend Zeit für die Gare. So gelingt das ultimative Kartoffelbrot unabhängig davon, für welche Triebmittel Variante Sie sich entscheiden.

Schritt für Schritt Anleitung und Zeitplan

Mit einer guten Planung gelingt das Kartoffelbrot deutlich einfacher. Die einzelnen Ruhezeiten geben dem Teig Gelegenheit, Struktur und Geschmack zu entwickeln. Gleichzeitig entsteht eine lockere Krume und eine kräftige Kruste.

Zeitplan

ZeitpunktArbeitsschrittDauer
Tag 1 am AbendVorteig oder Sauerteig vorbereiten und Kartoffeln kochenEtwa 10 Minuten
Tag 2 am MorgenHauptteig mischen, kneten und ruhen lassenEtwa 3 Stunden
Tag 2 am MittagTeig formen, Stückgare und backenEtwa 45 bis 60 Minuten

So lässt sich das Brot entspannt in den Alltag integrieren und entwickelt gleichzeitig ein besonders gutes Aroma.

Schritt 1: Kartoffeln vorbereiten

Kochen Sie die Kartoffeln mit Schale, bis sie weich sind. Lassen Sie sie vollständig auskühlen und schälen Sie sie anschließend.

Drücken Sie die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse oder zerdrücken Sie sie mit einer Gabel.

Verwenden Sie keinen Pürierstab. Dabei wird die Kartoffelmasse klebrig und kann später einen schweren, dichten Brotteig verursachen.

Schritt 2: Hauptteig mischen und Bassinage anwenden

Geben Sie Mehl, gepresste Kartoffeln, Wasser, Salz sowie den vorbereiteten Vorteig oder das aktive Sauerteig Anstellgut in eine Schüssel.

Behalten Sie zunächst etwa 10 bis 15 Prozent des Wassers zurück. Kneten Sie den Teig mehrere Minuten.

Prüfen Sie anschließend die Konsistenz.

Fühlt sich der Teig noch fest an, geben Sie das restliche Wasser schrittweise hinzu. So passen Sie den Wassergehalt exakt an die Feuchtigkeit der Kartoffeln an.

Der fertige Teig sollte weich und elastisch sein. Er darf leicht an den Händen haften, sollte aber nicht flüssig wirken.

Schritt 3: Stockgare mit Dehnen und Falten

Legen Sie den Teig in eine leicht geölte Schüssel und decken Sie ihn ab.

Während der Stockgare führen Sie insgesamt drei Runden Dehnen und Falten durch.

ZeitpunktArbeitsschritt
Nach 30 MinutenErstes Dehnen und Falten
Nach 60 MinutenZweites Dehnen und Falten
Nach 90 MinutenDrittes Dehnen und Falten

Durch diese Technik entwickelt sich ein stabiles Klebergerüst. Der Teig gewinnt an Spannung und hält später seine Form deutlich besser.

Schritt 4: Formen und Stückgare

Geben Sie den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche.

Formen Sie einen runden oder länglichen Laib und achten Sie darauf, eine gleichmäßige Oberflächenspannung aufzubauen.

Legen Sie den geformten Teig mit dem Schluss nach oben in ein gut bemehltes Gärkörbchen.

Decken Sie den Teig ab und lassen Sie ihn ruhen, bis er sichtbar an Volumen gewonnen hat.

Eine einfache Druckprobe hilft bei der Kontrolle. Drücken Sie den Teig vorsichtig mit einem Finger ein. Die Delle sollte sich langsam zurückbilden. Dann ist der richtige Zeitpunkt zum Backen erreicht.

Schritt 5: Backen im Topf oder auf dem Backstein

Heizen Sie den Backofen rechtzeitig auf 240 Grad Celsius vor.

Ein gusseiserner Topf sollte ebenfalls vollständig aufgeheizt werden.

Setzen Sie den Teig vorsichtig in den heißen Topf oder auf den Backstein und schneiden Sie die Oberfläche mit einem scharfen Messer ein.

Backen Sie das Brot zunächst bei 240 Grad Celsius.

Nach 20 Minuten senken Sie die Temperatur auf 210 Grad Celsius und backen das Brot fertig, bis die Kruste kräftig gebräunt ist.

BackmethodeErgebnis
Gusseiserner TopfKräftige Kruste, saftige Krume und guter Ofentrieb
Backstein mit DampfRustikale Kruste und gleichmäßige Bräunung

Lassen Sie das fertige Kartoffelbrot anschließend vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen. Erst danach sollte es angeschnitten werden. So kann sich die Krume vollständig setzen und entwickelt ihre lockere, saftige Struktur.

Troubleshooting: Häufige Fehler und Lösungen

Auch erfahrenen Hobbybäckern passieren gelegentlich kleine Fehler. Kartoffeln enthalten je nach Sorte und Kochzeit unterschiedlich viel Feuchtigkeit. Dazu kommen Einflüsse wie Raumtemperatur, Mehlqualität und Gehzeit. Mit den folgenden Lösungen lassen sich die häufigsten Probleme schnell beheben.

ProblemUrsacheLösung
Teig ist viel zu klebrigDie Kartoffeln haben viel Feuchtigkeit abgegeben oder das gesamte Wasser wurde sofort zugegeben.Wenden Sie die Bassinage Methode an und geben Sie das zurückgehaltene Wasser nur schrittweise hinzu. Falls nötig, den Teig einige Minuten länger kneten.
Brot geht im Ofen nicht aufDer Teig hatte zu wenig Spannung oder war zu lange in der Stückgare.Formen Sie den Teig straffer und verkürzen Sie die Gehzeit. Nutzen Sie die Fingerprobe, um den richtigen Backzeitpunkt zu bestimmen.
Kruste bleibt weichZu wenig Dampf während der ersten Backphase oder der Topf war nicht ausreichend vorgeheizt.Backen Sie das Brot in einem vollständig aufgeheizten gusseisernen Topf mit geschlossenem Deckel. Öffnen Sie den Deckel erst nach den ersten 20 Minuten.

Der Teig klebt stark an den Händen

Ein weicher Kartoffelteig fühlt sich zunächst klebriger an als ein klassischer Brotteig. Das ist völlig normal. Vermeiden Sie es, sofort zusätzliches Mehl einzuarbeiten. Zu viel Mehl macht das Brot später trocken und dicht.

Befeuchten Sie Ihre Hände leicht mit Wasser oder tragen Sie eine dünne Schicht Öl auf. Dadurch lässt sich der Teig deutlich einfacher dehnen und falten.

Das Brot wird innen zu kompakt

Eine dichte Krume entsteht häufig durch zu kurzes Kneten oder eine unzureichende Glutenentwicklung.

Achten Sie darauf, den Teig ausreichend zu kneten und die drei Durchgänge Dehnen und Falten während der Stockgare vollständig durchzuführen. Diese Arbeitsschritte geben dem Teig Stabilität und sorgen für eine lockere Krume.

Die Kruste wird zu dunkel

Jeder Backofen arbeitet etwas anders. Wird die Oberfläche zu schnell dunkel, obwohl das Brot noch nicht fertig gebacken ist, reduzieren Sie die Temperatur in den letzten Backminuten leicht oder legen Sie locker ein Stück Backpapier auf den Laib.

Das Brot bleibt nach dem Backen feucht

Schneiden Sie das Kartoffelbrot niemals direkt nach dem Backen an. Während des Auskühlens verteilt sich die restliche Feuchtigkeit gleichmäßig in der Krume.

Lassen Sie den Laib mindestens eine Stunde auf einem Kuchengitter auskühlen. Erst danach entwickelt das Brot seine lockere Struktur und lässt sich sauber schneiden.

So vermeiden Sie die meisten Probleme

Mit einigen einfachen Regeln gelingt das ultimative Kartoffelbrot deutlich zuverlässiger.

  • Verwenden Sie vollständig ausgekühlte, gekochte Kartoffeln.
  • Halten Sie einen Teil des Wassers für die Bassinage zurück.
  • Führen Sie alle drei Runden Dehnen und Falten durch.
  • Heizen Sie Backofen und gusseisernen Topf gründlich vor.
  • Geben Sie dem Brot nach dem Backen genügend Zeit zum Auskühlen.

Wer diese Punkte beachtet, erhält ein Kartoffelbrot mit kräftigem Ofentrieb, knuspriger Kruste und einer saftigen Krume, die auch nach mehreren Tagen noch angenehm frisch schmeckt.

Häufig gestellte Fragen

Ist Kartoffelbrot gesünder als normales Weißbrot?

Ja, in vielen Punkten schon. Durch den Kartoffelanteil enthält Kartoffelbrot wertvolle Mineralstoffe wie Kalium sowie Vitamin C und Vitamin B6. Nach dem Abkühlen der gekochten Kartoffeln entsteht außerdem resistente Stärke. Sie dient den nützlichen Darmbakterien als Nahrung, unterstützt eine gesunde Verdauung und sorgt häufig für eine länger anhaltende Sättigung als klassisches Weißbrot.

Ist Kartoffelbrot für Diabetiker geeignet?

In Maßen kann Kartoffelbrot eine gute Wahl sein, besonders in der Sauerteig Variante. Kartoffeln besitzen zwar einen höheren glykämischen Index, doch die Kombination aus Sauerteig und resistenter Stärke kann die Aufnahme von Glucose verlangsamen. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel oft gleichmäßiger an als bei reinem Weißbrot. Bei Diabetes sollte die passende Portionsgröße immer individuell abgestimmt werden.

Was ist der Hauptunterschied zwischen Kartoffelbrot und normalem Brot?

Der größte Unterschied liegt in der Krume und der Frischhaltung. Durch die Stärkeverkleisterung der gekochten Kartoffeln entsteht eine besonders saftige und weiche Krume. Gleichzeitig kann der Teig mehr Feuchtigkeit speichern. Dadurch bleibt Kartoffelbrot häufig vier bis fünf Tage frisch, während herkömmliches Weißbrot deutlich schneller austrocknet.

Wozu passt Kartoffelbrot am besten und wie verwendet man es?

Kartoffelbrot ist vielseitig und passt zu vielen herzhaften und süßen Speisen.
Herzhafte Ideen
Kräftiger Käse
Schinken
Griebenschmalz
Gegrilltes Fleisch
Suppen und Eintöpfe
Süße Ideen
Marmelade
Honig
Nusscremes
Auch am nächsten Tag schmeckt Kartoffelbrot hervorragend. Leicht geröstete Scheiben eignen sich ideal als Toast oder als Grundlage für warme Sandwiches.

Aus welchen Grundzutaten besteht traditionelles deutsches Kartoffelbrot?

Traditionelles deutsches Kartoffelbrot besteht aus wenigen Zutaten.
Gekochte Kartoffeln, häufig mehligkochend oder vom Vortag
Weizenmehl oder Dinkelmehl, meist Type 550 oder Type 1050
Wasser
Salz
Sauerteig oder Hefevorteig
Je nach Region kommen Gewürze wie Kümmel, Muskat oder Brotwürze hinzu und verleihen dem Brot einen eigenen Charakter.

Was unterscheidet deutsches Kartoffelbrot von rumänischem Kartoffelbrot?

Das deutsche Kartoffelbrot wird häufig als runder Laib, Kastenbrot oder Topfbrot gebacken. Es besitzt eine knusprige Kruste und eine saftige Krume.
Das rumänische Kartoffelbrot, auch Pâine cu cartofi genannt, stammt unter anderem aus Siebenbürgen. Dort werden oft größere, runde Brotlaibe mit einer besonders dicken und kräftig gebackenen Kruste hergestellt. Der Kartoffelanteil kann bis zu 40 bis 50 Prozent betragen. Nach dem Backen wird die Kruste traditionell leicht abgeklopft, um mögliche Asche oder kleine Rückstände aus dem Holzofen zu entfernen.

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ultimative Kartoffelbrot


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  • Author: Mary
  • Gesamtzeit: 1 hour 15 minutes
  • Portionen: 1 loaf 1x
  • Diät: Vegetarian

Description

Es gibt kaum etwas Besseres als ein frisch gebackenes ultimative Kartoffelbrot mit einer goldbraunen Kruste und einer weichen, saftigen Krume. Gekochte Kartoffeln sorgen für eine lockere Textur, kräftige Kruste und lange Frischhaltung.


Zutaten

Scale
  • 500 g Weizenmehl Type 550 oder Type 1050
  • 200250 g gekochte, gepresste Kartoffeln
  • 280300 g lauwarmes Wasser (Hefe) oder 250270 g (Sauerteig)
  • 3 g Frischhefe für den Vorteig oder 100 g aktives Sauerteig-Anstellgut
  • 12 g Salz

Zubereitung

  1. Kartoffeln mit Schale kochen, vollständig auskühlen lassen, schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken.
  2. Mehl, gepresste Kartoffeln, Wasser, Salz und Vorteig oder Sauerteig-Anstellgut vermengen.
  3. Etwa 10–15 % des Wassers zunächst zurückhalten und den Teig kneten.
  4. Restliches Wasser nach Bedarf schrittweise einarbeiten (Bassinage).
  5. Teig weich und elastisch auskneten.
  6. Teig in eine geölte Schüssel legen und abdecken.
  7. Während der Stockgare nach 30, 60 und 90 Minuten jeweils dehnen und falten.
  8. Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und rund oder länglich formen.
  9. Mit Schluss nach oben in ein bemehltes Gärkörbchen legen.
  10. Bis zur Stückgare ruhen lassen, bis der Teig sichtbar aufgegangen ist.
  11. Backofen und gusseisernen Topf auf 240 °C vorheizen.
  12. Teig einschneiden und in den heißen Topf oder auf den Backstein setzen.
  13. 20 Minuten bei 240 °C backen.
  14. Temperatur auf 210 °C reduzieren und fertig backen, bis die Kruste goldbraun ist.
  15. Brot vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, bevor es angeschnitten wird.

Notizen

Verwenden Sie vollständig ausgekühlte Kartoffeln und halten Sie einen Teil des Wassers für die Bassinage zurück. Das sorgt für eine saftige Krume, kräftigen Ofentrieb und eine knusprige Kruste.

  • Vorbereitungszeit: 30 minutes
  • Kochzeit: 45 minutes
  • Kategorie: Bread
  • Method: Baked
  • Küche: German

Nährwerte

  • Portionsgröße: 1 slice
  • Kalorien: 180
  • Zucker: 1g
  • Natrium: 230mg
  • Fett: 1g
  • Saturated Fat: 0g
  • Unsaturated Fat: 1g
  • Transfette: 0g
  • Kohlenhydrate: 36g
  • Ballaststoffe: 2g
  • Eiweiß: 6g
  • Cholesterin: 0mg

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