Röstkornbrot Rezept

Frisch gebackenes Röstkornbrot begeistert mit dem Duft gerösteter Körner, einer krachend krossen Kruste und einer saftigen Krume. Schon beim ersten Anschnitt entfalten sich nussige Röstaromen, die jedes Brot zu etwas Besonderem machen. Dieses Rezept verbindet bewährte Handwerkstechniken mit einer einfachen Schritt für Schritt Anleitung, damit auch Hobbybäcker ein aromatisches Brot mit Sauerteig im eigenen Ofen backen können.

Angeschnittenes Röstkornbrot mit knuspriger Kruste, lockerer Krume und gerösteten Körnern auf einem rustikalen Holztisch.

Wenn du die Wirkung von Sauerteig noch besser verstehen möchtest, findest du in unserem Bauernbrot mit Sauerteig Rezept weitere Tipps zur Teigführung und Aromabildung.

Inhaltsverzeichnis

Das Geheimnis für maximales Aroma: Körner richtig rösten

Geröstete Körner geben einem Röstkornbrot seinen typischen Geschmack. Während des Röstens entstehen durch die Maillard Reaktion intensive Röstaromen, die an Nüsse und frisch geröstetes Getreide erinnern. Gleichzeitig entwickelt sich eine kräftigere Farbe, die dem Brot eine rustikale Optik verleiht.

Für ein ausgewogenes Aroma eignen sich Dinkelkörner, Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne besonders gut. Röste die Körner in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze. Rühre sie regelmäßig um, damit sie gleichmäßig Farbe annehmen und nicht verbrennen. Sobald ein angenehmer Duft aufsteigt und die Körner leicht gebräunt sind, nimm sie sofort aus der Pfanne und lasse sie vollständig abkühlen.

Ein schonendes Rösten bringt den natürlichen Geschmack der Körner besser zur Geltung. Zu hohe Temperaturen führen dagegen schnell zu bitteren Noten. Die Körner sollten goldbraun sein und angenehm duften, aber keine dunklen Stellen zeigen.

Was bringt ein Brühstück beim Brotbacken?

Das Brühstück gehört zu den wichtigsten Bestandteilen eines gelungenen Röstkornbrots. Dabei werden die gerösteten Körner mit kochendem Wasser übergossen und mehrere Stunden zum Quellen stehen gelassen.

Durch das heiße Wasser nehmen die Körner viel Feuchtigkeit auf und speichern sie im Inneren. Während des Backens geben sie diese Feuchtigkeit nur langsam wieder ab. Das Ergebnis ist eine saftige Krume, die auch nach mehreren Tagen frisch bleibt.

Ein weiteres Plus ist die bessere Konsistenz. Die Körner werden angenehm weich, ohne ihren leichten Biss zu verlieren. Gleichzeitig verbinden sie sich gleichmäßiger mit dem Teig und verteilen ihren nussigen Geschmack im gesamten Brot.

Ein gut vorbereitetes Brühstück verbessert außerdem die Frischhaltung. Das Brot trocknet langsamer aus, lässt sich besser schneiden und bleibt über mehrere Tage aromatisch und locker.

Zutaten & Mehl Zusammensetzung für das perfekte Röstkornbrot

Die Wahl der richtigen Zutaten entscheidet über Geschmack, Kruste und Krume. Dieses Röstkornbrot verbindet Roggenmehl, Weizenmehl und Dinkelvollkornmehl zu einem ausgewogenen Teig mit kräftigem Aroma und einer lockeren, saftigen Krume. Das Rezept kommt vollständig ohne Wein oder Bier aus und eignet sich somit für alle, die ein alkoholfreies Brot backen möchten.

Zutaten mit Bäckerprozenten

Top-down flat lay of ingredients for German Röstkornbrot including wheat flour, rye flour, whole spelt flour, sourdough starter, roasted grains, sunflower seeds, pumpkin seeds, salt, roasted malt, bread spices, and water.

ZutatMengeBäckerprozent
Weizenmehl Type 550 oder Ruchmehl350 g50 %
Roggenmehl Type 1150210 g30 %
Dinkelvollkornmehl140 g20 %
Wasser gesamt525 g75 %
Roggensauerteig Anstellgut14 g2 %
Salz14 g2 %
Geröstete Dinkelkörner60 g9 %
Sonnenblumenkerne, geröstet50 g7 %
Kürbiskerne, geröstet40 g6 %
Röstmalz7 g1 %
Brotgewürz nach Wunsch3 bis 5 g0,5 %

Warum diese Mehlmischung so gut funktioniert

Weizenmehl Type 550 bildet ein stabiles Klebergerüst und sorgt für einen guten Ofentrieb. Wer ein kräftigeres Aroma bevorzugt, kann stattdessen Ruchmehl verwenden.

Roggenmehl Type 1150 bringt eine würzige Note, eine saftige Krume und eine längere Frischhaltung. Zusammen mit dem Sauerteig entwickelt sich ein ausgewogener Geschmack.

Dinkelvollkornmehl ergänzt den Teig mit feinen Röstaromen und einem hohen Anteil an Ballaststoffen. Gleichzeitig verleiht es dem Brot eine rustikale Farbe.

Die gerösteten Körner geben dem Brot einen angenehmen Biss und ein intensives, nussiges Aroma. Das Röstmalz unterstützt die kräftige Krustenfarbe und rundet den Geschmack ab, ohne den Teig zu beschweren.

Für ein gleichbleibendes Ergebnis empfiehlt es sich, alle Zutaten genau abzuwiegen und das Wasser auf mehrere Arbeitsschritte zu verteilen. So lässt sich die Konsistenz des Teiges besser anpassen und das Brot erhält eine lockere, saftige Krume mit einer krachend krossen Kruste.

Möchtest du mehr über die Eigenschaften von Roggenmehl erfahren, findest du in unserem Ratgeber zum Roggenbrot backen viele hilfreiche Informationen zur Wasseraufnahme und Teigentwicklung.

Der Back Zeitplan: Flexibel für jeden Alltag

Ein gut geplanter Zeitablauf macht das Brotbacken deutlich entspannter. Dieses Röstkornbrot lässt sich sowohl an einem freien Tag als auch mit einer kalten Gare über Nacht zubereiten. Beide Methoden führen zu einer saftigen Krume und einer kräftigen Kruste. Wähle einfach den Ablauf, der am besten zu deinem Tagesrhythmus passt.

Variante 1: Klassische Zubereitung am selben Tag

UhrzeitArbeitsschritt
08:00Röstkorn Brühstück vorbereiten und vollständig abkühlen lassen
09:00Fermentolyse mit Mehl, Wasser und Sauerteig Anstellgut beginnen
09:45Salz und restliches Wasser einarbeiten, anschließend den Teig kneten
10:00 bis 12:30Stockgare mit drei Runden Dehnen und Falten im Abstand von jeweils 30 Minuten
12:30Teig schonend formen und in das Gärkörbchen legen
13:30 bis 14:30Stückgare bis der Teig sichtbar aufgegangen ist
14:30Backofen und Gusseisentopf gründlich vorheizen
15:00Brot backen und anschließend vollständig auskühlen lassen

Achte während der Stockgare nicht nur auf die Zeit. Der Teig sollte sichtbar an Volumen gewinnen, sich weich anfühlen und kleine Luftblasen an der Oberfläche zeigen. Diese Anzeichen sind oft verlässlicher als eine feste Minutenangabe.

Variante 2: Übernacht Gare für frisches Brot am Morgen

UhrzeitArbeitsschritt
18:00Röstkorn Brühstück vorbereiten
19:00Fermentolyse beginnen
19:45Hauptteig fertigstellen und gründlich kneten
20:00 bis 22:00Stockgare mit mehreren Runden Dehnen und Falten
22:00Teig formen und in das Gärkörbchen legen
22:15Gärkörbchen gut abdecken und in den Kühlschrank stellen
07:00Backofen und Gusseisentopf vorheizen
07:30Brot direkt aus dem Kühlschrank backen

Die kalte Gare gibt dem Teig mehr Zeit für die Entwicklung seines Aromas. Gleichzeitig lässt sich der Teig am nächsten Morgen leichter einschneiden und behält beim Backen seine Form besser. Das Ergebnis ist eine kräftig ausgebackene Kruste, eine lockere Porung und ein ausgewogener Geschmack.

Ganz gleich, für welche Variante du dich entscheidest, richte dich immer nach dem Zustand des Teiges. Ein gut gereifter Teig wirkt luftig, elastisch und hält seine Form, ohne sofort auseinanderzulaufen.

Schritt für Schritt Anleitung: Röstkornbrot selber backen

Frisch gebackenes Röstkornbrot mit aromatischer Kruste, saftiger Krume und gerösteten Körnern

Mit einer ruhigen Arbeitsweise und etwas Geduld gelingt ein aromatisches Röstkornbrot auch zu Hause. Achte bei jedem Schritt auf die sichtbaren Veränderungen des Teiges. So erhältst du ein Brot mit kräftiger Kruste, saftiger Krume und einer lockeren Porung.

Schritt 1: Röstkorn Brühstück ansetzen

Röste die Dinkelkörner, Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze. Rühre regelmäßig um, bis die Körner goldbraun sind und angenehm duften.

Gib die gerösteten Körner anschließend in eine hitzebeständige Schüssel und übergieße sie mit kochendem Wasser. Decke das Brühstück ab und lasse es mindestens vier Stunden quellen. Noch besser entwickelt sich die Konsistenz, wenn das Brühstück über Nacht ruht.

Das Brühstück ist fertig, wenn die Körner weich sind und das Wasser vollständig aufgenommen haben.

Schritt 2: Fermentolyse und Hauptteig

Vermische Weizenmehl Type 550, Roggenmehl Type 1150, Dinkelvollkornmehl, den größten Teil des Wassers und das Roggensauerteig Anstellgut zu einem groben Teig.

Lasse den Teig etwa 45 bis 60 Minuten ruhen. Während dieser Zeit beginnen Mehl und Wasser sich miteinander zu verbinden. Der Teig fühlt sich danach geschmeidiger an und lässt sich leichter weiterverarbeiten.

Füge anschließend das Salz sowie das vorbereitete Röstkorn Brühstück hinzu.

Schritt 3: Kneten und Bassinage

Arbeite den Teig langsam aus und gib das restliche Wasser nach und nach hinzu. Dieser Arbeitsschritt wird als Bassinage bezeichnet.

Warte nach jeder kleinen Wassermenge, bis der Teig die Flüssigkeit aufgenommen hat. So entwickelt sich ein stabiles Teiggerüst mit guter Elastizität.

Der Teig sollte weich, geschmeidig und leicht glänzend wirken. Er darf etwas klebrig sein, sollte seine Form jedoch gut halten.

Falls dein Teig sehr weich oder klebrig erscheint, hilft dir unser Beitrag Mein Brotteig klebt und lässt sich schwer formen mit praktischen Lösungen für eine bessere Teigkonsistenz.

Schritt 4: Dehnen und Falten während der Stockgare

Lege den Teig in eine leicht geölte Schüssel und lasse ihn ruhen.

Führe während der Stockgare alle 30 Minuten eine Runde Dehnen und Falten durch. Ziehe den Teig vorsichtig an einer Seite nach oben und lege ihn über die Mitte. Wiederhole diesen Vorgang von allen vier Seiten.

Mit jeder Runde gewinnt der Teig an Stabilität. Gegen Ende der Stockgare wirkt er luftiger, elastischer und zeigt kleine Gärblasen an der Oberfläche.

Die Stockgare ist beendet, wenn das Volumen deutlich zugenommen hat und der Teig auf leichten Fingerdruck langsam zurückfedert.

Schritt 5: Formen und Stückgare

Lege den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche und forme ihn vorsichtig zu einem runden oder länglichen Laib.

Achte darauf, möglichst wenig Luft aus dem Teig zu drücken. Eine gute Oberflächenspannung hilft dem Brot, seine Form während des Backens zu behalten.

Lege den geformten Laib mit dem Schluss nach oben in ein gut bemehltes Gärkörbchen.

Während der Stückgare sollte der Teig sichtbar aufgehen. Ein leichter Fingerdruck hinterlässt eine kleine Vertiefung, die sich langsam wieder zurückbildet. Dieses Zeichen zeigt einen guten Reifegrad.

Für noch mehr Oberflächenspannung und einen gleichmäßigen Ofentrieb lohnt sich ein Blick auf unsere Anleitung zum Preshaping von Brotteig.

Schritt 6: Backen im Gusseisentopf mit Schwaden

Heize den Backofen zusammen mit dem Gusseisentopf mindestens 45 Minuten auf 250 Grad vor.

Stürze den Teig vorsichtig auf Backpapier oder direkt in den heißen Topf und schneide die Oberfläche mit einer scharfen Klinge ein.

Setze den Deckel auf und backe das Brot zunächst 20 Minuten. Nimm danach den Deckel ab, reduziere die Temperatur auf 220 Grad und backe das Brot weitere 20 bis 25 Minuten, bis die Kruste kräftig gebräunt ist.

Lasse das fertige Röstkornbrot vollständig auf einem Gitter auskühlen. Während dieser Zeit verteilt sich die Restfeuchtigkeit gleichmäßig in der Krume. Erst danach lässt sich das Brot sauber anschneiden und entwickelt sein volles Aroma.

Mehl Austausch und Alternativen

Angeschnittenes Röstkornbrot mit knuspriger Kruste

Nicht immer sind alle Mehlsorten im Haus. Zum Glück lässt sich dieses Röstkornbrot an verschiedene Mehle anpassen. Jede Änderung beeinflusst jedoch die Wasseraufnahme, die Teigstruktur und den Geschmack. Mit den folgenden Empfehlungen gelingt die Anpassung deutlich einfacher.

OriginalAlternativeAnpassung der WassermengeErgebnis
Weizenmehl Type 550Dinkelmehl Type 630Etwa 5 Prozent weniger Wasser verwenden und die Bassinage langsam durchführenWeiche Krume mit mildem Geschmack, der Teig wird etwas empfindlicher
Weizenmehl Type 550RuchmehlEtwa 3 bis 5 Prozent mehr Wasser hinzufügenKräftiger Geschmack und rustikale Krume
Roggenmehl Type 1150Roggenmehl Type 997Wassermenge unverändert lassenEtwas milderes Aroma und hellere Krume
Roggenmehl Type 1150RoggenvollkornmehlEtwa 5 bis 8 Prozent mehr Wasser verwendenHerzhaftes Aroma und längere Frischhaltung
DinkelvollkornmehlDinkelmehl Type 630Wassermenge leicht reduzierenLockeres Brot mit feinerer Krume
DinkelvollkornmehlWeizenvollkornmehlWassermenge leicht erhöhenKräftiger Geschmack und etwas festere Krume

Welche Mehlsorte passt am besten?

Weizenmehl Type 550 sorgt für einen elastischen Teig und ein gutes Volumen. Es eignet sich besonders für eine lockere Porung und eine kräftige Kruste.

Dinkelmehl Type 630 ist eine gute Wahl, wenn ein etwas milderes Aroma gewünscht wird. Da Dinkel ein empfindlicheres Klebergerüst besitzt, empfiehlt sich eine vorsichtige Bassinage mit kleinen Wassermengen.

Ruchmehl bringt einen kräftigen, leicht nussigen Geschmack in das Brot. Wegen seiner höheren Wasseraufnahme fühlt sich der Teig zunächst fester an und entwickelt während der Ruhezeit eine angenehme Geschmeidigkeit.

Roggenvollkornmehl macht das Brot aromatischer und hält die Krume länger saftig. Gleichzeitig benötigt der Teig etwas mehr Wasser und eine ausreichend lange Quellzeit.

Tipps für gelungene Anpassungen

Ändere immer nur eine Mehlsorte pro Backversuch. So lässt sich gut erkennen, wie sich die Veränderung auf Teig und Backergebnis auswirkt.

Gib zusätzliches Wasser nicht auf einmal in den Teig. Arbeite es schrittweise während der Bassinage ein und beobachte die Konsistenz. Der Teig sollte weich und elastisch sein, ohne seine Form zu verlieren.

Achte während der Stockgare auf sichtbare Zeichen der Reife. Ein gut entwickelter Teig wirkt luftig, zeigt kleine Gärblasen und lässt sich leicht dehnen. Diese Merkmale sind oft hilfreicher als eine feste Zeitangabe.

Mit kleinen Anpassungen kannst du das Röstkornbrot an deine bevorzugten Mehlsorten anpassen und dennoch eine saftige Krume, eine krachend krosse Kruste und ein intensives Röstaroma erhalten.

Fehleranalyse: Warum gelingt mein Röstkornbrot nicht?

Auch erfahrene Hobbybäcker erleben gelegentlich kleine Rückschläge. Häufig liegt die Ursache in der Teigführung, der Wassermenge oder der Backtemperatur. Die folgenden Antworten helfen dabei, typische Fehler schnell zu erkennen und beim nächsten Backen zu vermeiden.

Warum läuft mein Mischbrot im Ofen breit?

Ein flacher Brotlaib entsteht meist durch eine Übergare oder durch ein zu feuchtes Brühstück. Hat der Teig seine optimale Reife bereits überschritten, verliert er an Spannung und kann den Ofentrieb nicht mehr gut halten.

Prüfe vor dem Backen die Teigreife mit der Fingerprobe. Bleibt die kleine Vertiefung dauerhaft bestehen, war die Stückgare wahrscheinlich zu lang. Achte außerdem darauf, dass das Brühstück das Wasser vollständig aufgenommen hat und keine überschüssige Flüssigkeit in den Hauptteig gelangt.

Ein sorgfältiges Rundwirken stärkt zusätzlich die Oberfläche des Teiges und hilft dem Brot, seine Form während des Backens zu behalten.

Hilfe, die Kruste ist zu hart und die Krume zu kompakt!

Eine sehr harte Kruste entsteht häufig, wenn während der ersten Backphase zu wenig Dampf vorhanden ist. Im Gusseisentopf bleibt ausreichend Feuchtigkeit erhalten. Beim Backen auf einem Backstein oder Backstahl sollte gleich zu Beginn kräftig geschwadet werden.

Eine kompakte Krume kann mehrere Ursachen haben. Oft war der Teig noch nicht ausreichend gereift oder der Sauerteig war zu wenig aktiv. Auch ein zu fest gekneteter Teig oder eine zu niedrige Teigtemperatur können das Volumen deutlich verringern.

Der Teig sollte am Ende der Stockgare sichtbar an Volumen gewonnen haben und kleine Luftblasen zeigen. Erst dann besitzt er genug Kraft für eine lockere Porung.

Warum reißt das Brot unkontrolliert auf?

Unkontrollierte Risse entstehen häufig, wenn der Teig nicht tief genug eingeschnitten wurde oder die Stückgare noch nicht abgeschlossen war.

Schneide den Laib unmittelbar vor dem Backen mit einer scharfen Klinge ein. Der Schnitt gibt dem Brot Platz für einen gleichmäßigen Ofentrieb und sorgt für ein attraktives Aussehen.

Warum ist die Krume klebrig?

Eine klebrige Krume deutet oft darauf hin, dass das Brot zu früh angeschnitten wurde. Nach dem Backen verteilt sich die Restfeuchtigkeit noch mehrere Stunden im Inneren.

Lasse das Röstkornbrot vollständig auf einem Gitter auskühlen. Erst danach entwickelt die Krume ihre angenehme Struktur und lässt sich sauber schneiden.

Warum schmeckt mein Röstkornbrot nicht intensiv genug?

Ein mildes Aroma entsteht häufig, wenn die Körner zu kurz geröstet wurden oder der Sauerteig noch nicht seine volle Triebkraft erreicht hatte.

Röste die Körner bis sie goldbraun sind und angenehm nussig duften. Eine längere kalte Gare im Kühlschrank kann den Geschmack zusätzlich vertiefen und sorgt für ein ausgewogenes Aroma mit einer saftigen Krume und einer krachend krossen Kruste.

Häufige Fragen zum Röstkornbrot

Kann ich das Röstkornbrot auch ohne Sauerteig backen?

Ja. Du kannst den Sauerteig durch frische oder trockene Hefe ersetzen. Der Geschmack fällt etwas milder aus und die Krume entwickelt weniger Tiefe. Wer den typischen, leicht würzigen Charakter eines klassischen Röstkornbrots möchte, erzielt mit einem aktiven Sauerteig das beste Ergebnis.

Wie bewahre ich das Brot am besten auf, damit es knusprig bleibt?

Lege das vollständig ausgekühlte Brot in einen Brotkasten aus Holz oder Ton. Alternativ eignet sich ein Leinenbeutel. Kunststoffbeutel sind weniger geeignet, da sich darin Feuchtigkeit sammelt und die Kruste schneller weich wird.

Kann ich das Röstkornbrot einfrieren?

Ja. Lasse das Brot vollständig auskühlen und schneide es nach Wunsch in Scheiben. Verpacke es luftdicht und friere es ein. Zum Auftauen genügen einige Stunden bei Raumtemperatur. Für eine besonders knusprige Kruste kannst du das Brot anschließend wenige Minuten im Backofen aufbacken.

Welche Körner eignen sich für dieses Rezept?

Sehr gut geeignet sind Dinkelkörner, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Leinsamen und Sesam. Durch das vorherige Rösten entwickeln alle Saaten ein kräftiges, nussiges Aroma und geben dem Brot eine angenehme Textur.

Muss ich das Brühstück unbedingt vorbereiten?

Ja. Das Brühstück speichert Feuchtigkeit in den Körnern und gibt sie während des Backens langsam wieder ab. Dadurch bleibt die Krume deutlich länger saftig und die Saaten behalten einen angenehmen Biss.

Kann ich den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen?

Ja. Die kalte Gare ist eine sehr gute Wahl, wenn du morgens frisches Brot backen möchtest. Gleichzeitig entwickelt der Teig ein kräftigeres Aroma und lässt sich vor dem Backen leichter einschneiden.

Warum ist mein Teig so weich?

Die Konsistenz hängt von der Wasseraufnahme der verwendeten Mehlsorten ab. Gib das restliche Wasser deshalb schrittweise während der Bassinage hinzu und beobachte den Teig genau. Er sollte elastisch sein und seine Form gut halten.

Wie erkenne ich, dass mein Röstkornbrot fertig gebacken ist?

Das Brot besitzt eine kräftig gebräunte Kruste und fühlt sich leicht an. Klopfst du vorsichtig auf die Unterseite, sollte ein heller, hohler Klang zu hören sein. Wer ganz sicher gehen möchte, misst die Kerntemperatur. Sie sollte etwa 96 bis 98 Grad betragen.

Wie lange bleibt Röstkornbrot frisch?

Bei richtiger Lagerung bleibt das Brot drei bis fünf Tage saftig. Dank des Brühstücks und des Sauerteigs trocknet die Krume deutlich langsamer aus als bei vielen anderen Brotsorten.

Kann ich weitere Saaten oder Nüsse hinzufügen?

Ja. Walnüsse, Haselnüsse, Leinsamen oder Sesam passen hervorragend zu diesem Rezept. Röste die Zutaten vor der Verarbeitung leicht an, damit sie ihr volles Aroma entfalten und sich gleichmäßig im Teig verteilen.

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Angeschnittenes Röstkornbrot mit knuspriger Kruste, lockerer Krume und gerösteten Körnern auf einem rustikalen Holztisch.

Röstkornbrot Rezept


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  • Author: Mary
  • Gesamtzeit: 5 hours 30 minutes
  • Portionen: 1 loaf 1x
  • Diät: Vegetarian

Description

Frisch gebackenes Röstkornbrot begeistert mit gerösteten Körnern, einer krachend krossen Kruste und einer saftigen Krume. Dieses Sauerteigbrot verbindet kräftige Röstaromen mit einer einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitung für perfektes selbstgebackenes Brot.


Zutaten

Scale
  • 350 g Weizenmehl Type 550 oder Ruchmehl
  • 210 g Roggenmehl Type 1150
  • 140 g Dinkelvollkornmehl
  • 525 g Wasser
  • 14 g Roggensauerteig Anstellgut
  • 14 g Salz
  • 60 g geröstete Dinkelkörner
  • 50 g geröstete Sonnenblumenkerne
  • 40 g geröstete Kürbiskerne
  • 7 g Röstmalz
  • 35 g Brotgewürz (optional)

Zubereitung

  1. Dinkelkörner, Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne goldbraun rösten.
  2. Mit kochendem Wasser übergießen und mindestens 4 Stunden quellen lassen.
  3. Mehle, den Großteil des Wassers und Sauerteig vermengen.
  4. 45–60 Minuten Fermentolyse ruhen lassen.
  5. Salz und Brühstück hinzufügen.
  6. Restliches Wasser nach und nach während der Bassinage einarbeiten.
  7. Teig weich und elastisch auskneten.
  8. Während der Stockgare alle 30 Minuten dehnen und falten.
  9. Teig schonend formen und ins Gärkörbchen legen.
  10. Stückgare bis zur optimalen Reife durchführen.
  11. Backofen samt Gusseisentopf auf 250°C vorheizen.
  12. Brot 20 Minuten mit Deckel backen.
  13. Deckel entfernen, Temperatur auf 220°C reduzieren und weitere 20–25 Minuten backen.
  14. Vor dem Anschneiden vollständig auskühlen lassen.

Notizen

Die Körner vor dem Rösten nicht verbrennen lassen. Das Brühstück verbessert Frischhaltung und Saftigkeit. Für intensiveres Aroma kann der Teig über Nacht im Kühlschrank reifen.

  • Vorbereitungszeit: 45 minutes
  • Kochzeit: 45 minutes
  • Kategorie: Bread
  • Method: Baked
  • Küche: German

Nährwerte

  • Portionsgröße: 1 slice
  • Kalorien: 220
  • Zucker: 2g
  • Natrium: 320mg
  • Fett: 5g
  • Saturated Fat: 1g
  • Unsaturated Fat: 4g
  • Transfette: 0g
  • Kohlenhydrate: 37g
  • Ballaststoffe: 5g
  • Eiweiß: 7g
  • Cholesterin: 0mg

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